Austausch zu Standortdruck: Energiepreise, Bürokratie und Fachkräfte
Beim heutigen Unternehmer-Roundtable in der Lutherstadt Wittenberg haben Vertreterinnen und Vertreter regionaler Unternehmen mit der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, über die aktuellen Herausforderungen des Wirtschaftsstandorts gesprochen. Im Mittelpunkt standen hohe Energiepreise, steigende Sozialabgaben, Fachkräftemangel, Bürokratiebelastungen sowie die Zukunft der Chemieindustrie und des regionalen Mittelstands.
Wittenberg als Beispiel für Transformation: Chemie und Speichertechnologie
Als traditionsreicher Chemiestandort und zugleich Sitz des Batteriespeicherherstellers TESVOLT steht Wittenberg beispielhaft für industrielle Wertschöpfung und technologische Transformation. Die Veranstaltung wurde durch TESVOLT ermöglicht, das Unternehmen stellte die Plattform für den direkten Austausch zwischen Wirtschaft und Politik und lud die Bundesministerin ein. Nico Elsner (CDU) hatte den Kontakt zur Bundesministerin hergestellt, um den Dialog mit der regionalen Wirtschaft zu initiieren.
Bedeutung für Ostdeutschland: Chancen im Transformationsprozess
Aufgrund der wirtschaftlichen Struktur mit starker Industrie, innovativem Mittelstand und ländlichem Raum hatte das Gespräch mit der Bundespolitikerin eine besondere Bedeutung für die Wirtschaft in Ostdeutschland. Katharina Reiche, die selbst aus Ostdeutschland stammt, betonte die spezifischen Herausforderungen, aber auch die großen Chancen der ostdeutschen Regionen im Transformationsprozess. Zukunftstechnologien und klassische Industrie gehören in der Region zusammen.
Landespolitik vor Ort: Ministerpräsident für Anschlussgespräche verfügbar
Neben der Bundesministerin war auch der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, auf Einladung von Nico Elsner vor Ort. Im Anschluss an die Veranstaltung stand er den Unternehmerinnen und Unternehmern für weitere Gespräche und konkrete Fragen zur Verfügung.
Statement der Bundesministerin: Planungssicherheit
In ihrem Redebeitrag erklärte Katherina Reiche: „Der Mittelstand und die regionale Wirtschaft sind das Rückgrat unserer Volkswirtschaft. Hier entstehen Innovation, Ausbildung und Wertschöpfung.“ Gerade der direkte Austausch mit den Unternehmerinnen und Unternehmern in Wittenberg habe erneut gezeigt, „wie wichtig Planungssicherheit, wettbewerbsfähige Energiepreise und weniger Bürokratie für Investitionen sind“. Diese Impulse nehme sie mit nach Berlin, denn Ziel müsse es sein, industrielle Wertschöpfung und Zukunftstechnologien dauerhaft in Deutschland zu halten.
Nico Elsner: Mehr Wertschätzung für Ausbildung
Nico Elsner, CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis Wittenberg und Zahna-Elster und damit potenzieller Nachfolger von Reiner Haseloff als direkt gewählter Abgeordneter, hob hervor: „Die Gespräche haben deutlich gemacht, wie groß der Druck auf unsere Betriebe durch hohe Energiepreise, wachsende Bürokratie und internationalen Wettbewerb ist. Wenn wir Wohlstand und Arbeitsplätze sichern wollen, brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen.“ Besonders wichtig sei ihm zudem ein gesellschaftliches Umdenken: „Erfolg in Deutschland darf nicht nur über ein Studium definiert werden. Auch mit einer Berufsausbildung kann man sehr erfolgreich sein – manchmal sogar deutlich erfolgreicher als mit einem Studium.“ Wer die Chemieindustrie, innovative Zukunftstechnologien und den regionalen Mittelstand stärken wolle, müsse wirtschaftspolitisch wieder mehr ermöglichen statt regulieren.
Reiner Haseloff würdigt regionale Wirtschaft
Der frühere Ministerpräsident Reiner Haseloff würdigte die Leistung der regionalen Wirtschaft und sagte: „Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer tragen mit großem persönlichem Einsatz dazu bei, dass unsere Heimat wirtschaftlich stark und lebenswert bleibt. Dafür gebührt ihnen mein ausdrücklicher Dank.“ Zugleich verwies er darauf, dass Politik davon lebe, Verantwortung weiterzugeben und Raum für neue Kräfte zu schaffen. „Dass Bundesministerin Katherina Reiche heute hier in Wittenberg mit unseren Unternehmerinnen und Unternehmern im direkten Austausch steht, ist Nico Elsner zu verdanken. Er bringt Menschen zusammen und setzt sich mit Nachdruck für die Interessen unserer Region ein.“
Die Veranstaltung diente dem offenen Austausch über konkrete Herausforderungen und Lösungsansätze für den Wirtschaftsstandort Wittenberg und Sachsen-Anhalt.

